Jens Fotografie Blog

der Fotografie Blog für alle

Blitze fotografieren, wenns mal wieder länger dauert. Blitze fotografieren Teil 1

Kennt Ihr das, Ihr sucht euch eine Fotolocation aus. Steht früh auf, fahrt hin und dann hängt euer Motiv in dichten Wolken.Nichts aber auch gar nichts geht. Ich kenne den ein oder anderen, der dann trotzdem eine Aufnahmen machen, frei nach dem Motto „Besser ein Bild haben als kein Bild haben“ meist sehe ich das genauso und mache irgendein Bild und Sie werden Ok. Nicht toll, einfach nur OK.

Ich hatte letztens eine Woche Urlaub ,yeah. Zu Beginn des Urlaubs habe ich mir vorgenommen ein Bild mit Blitzen drauf zu machen. Das wollte ich schon länger ,aber es hat im letzten Jahr nie so wirklich geklappt. Auch war es mehr so ein „ Man könnte mal machen“ anstatt es einfach zu machen. Dadurch zog sich mein Vorhaben das ganze Jahr über hin, dieses Jahr im Urlaub habe ich mir dann fest vorgenommen endlich ein Bild mit einem Blitz zu fotografieren. Grundvoraussetzung für ein Bild mit Blitzen sind, richtig Blitze. Blitze entstehen nicht einfach so, es sind örtlich lokale Wetterphänome. Fast schon wie Siege meines Lieblinsgfussball Vereins Eintracht Frankfurt da habe ich auch manchmal das Gefühl, das es ein Phänomen ist, wenn sie gewinnen. Wie Blitze entstehen werde ich in den nächsten Wochen mal genauer erklären. Auf jeden Fall packte ich in meinen Fotorucksack genau die Dinge die ich dazu benötige. In diesem Fall Sony a7II und das Zeiss Batis 25mm 2.0, Stativ und Fernauslöser. Ich wollte es zu Beginn sehr einfach halten. Ich habe eigentlich erst Einmal  versucht Blitze zu fotografieren, das war jedoch nicht gerade von Erfolg gekrönt. Ich gebe auch zu das war zu Analogen Zeiten und damals war es doch ein bißchen schwerer.

Blitze zu fotografieren ist eigentlich gar nicht so schwer. Zu Beginn solltet Ihr euer Blitz-Projekt Abends also nach der Blauen Stunde starten. Es geht auch Tagsüber , aber wie gesagt das kommt in einem der nächsten Blogbeiträge. Ihr stellt die Kamera auf euer Stativ. Da es eh schon dunkel , also Nacht und der Himmel stark bewölkt ist, benötigt Ihr keinen Graufilter. Die Belichtungszeit sollte über 30 Sekunden liegen. Ich mache immer ein Bild das ich richtig belichte. Nun könnt Ihr in etwa abschätzen wie lange der Verschluß offen sein darf ohne das das Bild überbelichtet wird oder je nach Sensor auch anfängt zu rauschen. Das ist die maximale Belichtungzeit. Die Kamera Einstellungen sollten jetzt wie folgt aussehen, nur im Fall das Ihr euch noch in den 30 Sekunden Belichtungszeit der Kamera seit , Blendevorwahl, ISO 100 , Blende 8 ( je nach Objektiv sollte sich die Blende zwischen 5,6 und 11 bewegen) und die Kamera die Zeit wählen  lassen. Sollte es schon so dunkel sein das Ihr die 30 Sekunden überschreitet, sehen die Kamera Einstellungen wie folgt aus, Manueller Belichtungsmodus, Blende 8, ISO 100 und als Zeit auf Bulb. Einzige Ausnahme ist Olympus da geht das alles ein bißchen anders. Dazu aber in einem der nächsten Blogbeiträge mehr.

Als meine Urlaubswoche begann war ich guter Dinge, dass ich in den nächsten Tagen Blitze fotografieren könnte. Es war angenehm warm also jeden Tag über 30 Grad , ok man könnte auch sagen heiß, und ich war mir ziemlich sicher das es demnächst gewittern muss. Ja wie man sich so täuschen kann. Die Woche verging es regnete zwar ab und an, aber so wirklich kam kein Gewitter, nicht mal  Wetterleuchten. Donnerstag hatte ich es dann fast schon aufgegeben es war einfach nur heiß und Abends tröpfelte es oder es regnete kurz. Selbst Freitag kam kein Gewitter und das obwohl die ganze Woche es a) nach einem schweren Gewitter aussah b) es bei uns in der Obersteiermark sehr gerne gewittert und c) der Wetterbericht jeden Tag eigentlich Gewitter angekündigt hat. Ja ich weiß Politiker und der Wetterbericht haben nie recht und es ist eigentlich immer falsch was beide sagen.  Auf jeden Fall habe ich das Gefühl das es so ist. Montag musste ich wieder auf die Arbeit da schaffe ich es meist nicht solche Foto-Projekte zu verwirklichen. Samstag Abend lag ich gerade auf der Couch und schaute TV als es plötzlich zu donnern begann und es so merkwürdig hell in unserem Wohnzimmer wurde. Es gewitterte.  Ich schnappte mir Kamera, Stativ und Fernauslöser und stellte mich auf den Balkon. Und endlich, am Ende der Woche, hatte sich das Warten gelohnt. Ich konnte doch noch ein paar Blitze fotografieren. Es war zwar ein bißchen ärgerlich dass ich nicht mehr weggefahren bin zu irgendeinem tollen Motiv, aber in diesem Moment hatte ich keine Zeit mehr und stellte mich einfach auf meinen Balkon. Im Endeffekt hat sich die Woche warten für dieses Bild gelohnt. In der Landschaftsfotografie benötige ich manchmal Wochen um das richtige Licht oder den richtigen Standpunkt zu finden. Ich bin es gewohnt lange zu warten bis alles stimmt.

Manchmal braucht Ihr etwas länger um ein Bild so zu gestalten wie Ihr es wollt, doch lasst euch nicht entmutigen, irgendwann wird es schon klappen. Genauso wie in meiner Woche Urlaub in denen ich 6 Tage warten musste bis ich nach Jahren mal wieder einen Blitz fotografieren konnte. Das soll es aber nicht gewesen sein, jetzt wo ich ein Gefühl dafür bekommen habe , werde ich weitermachen und mir Motive suchen, die ich mit Blitzen fotografieren möchte. Hier beginnt für mich der Spaß, mir die Motive zu suchen  und die Bilder so zu fotografieren wie sie in meiner Vorstellung entstanden sind.
Was ich mal wieder gelernt habe, nur nie aufgeben auch wenn es mal länger dauert. Der richtige Moment wird schon kommen.

 

Eine schöne Woche und immer gut Licht

Euer
Jens

 

Please follow and like us:

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

2 Kommentare

  1. Christian Hoflehner 10. Juli 2017

    Guter Beitrag und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen! 🙂 Gut eingefangen! 🙂

Antworten

© 2020 Jens Fotografie Blog

Thema von Anders Norén

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial

Enjoy this blog? Please spread the word :)