Jens Fotografie Blog

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Warum ich fotografiere oder wie ich zum Fotografieren gekommen bin

Eine ganz merkwürdige Frage aber macht euch mal Gedanken darüber.

Denn genau darüber habe ich mir in letzter Zeit viele Gedanken gemacht.  Ich kenne viele für die ist Fotografieren eine Flucht aus dem Alltag, quasi ein kreatives Ausbrechen aus dem Hamsterrad des Alltags. Jetzt kann ich das schwer behaupten da ich jeden Tag mit Fotografie zu tun habe. Ich habe auch nie wirklich was anders gemacht als mich mit Fotografie zu beschäftigen, mal mehr mal weniger.

Meine persönliche Begeisterung hat mein Papa in mir geweckt. Ich kann mich eigentlich an keinen Urlaub erinnern an dem mein Papa seine Contax nicht dabei hatte. Wie er uns, meine Mutter und mich, ins Bild gestellt hat und dann ein Foto von einer Sehenswürdigkeit gemacht hat, oder ein Landschaftsbild komponiert. Mittlerweile weiß ich man Dad kann wirklich gut fotogarfieren und dass mit einer Kamera und zwei Objektiven. Eine 50mm Festbrennweite und eine 28 mm Festbrennweite. Spannenderweise habe ich heute dieselben beiden Brennweiten als Standard Brennweite für meine Bilder.  Ich würde in der Retrospektive sagen, mein Vater hat mich zum Fotografieren gebracht.


Sonnenuntergang irgendwo in Südafrika , mit AGFA 100/ 36 leider weiß ich nicht mehr wie der Film damals hieß (Bild von meinem Vater)

Kapstadt bei Nacht um 1970 , wieder ein Bild von meinem Vater 

Keine Ahnung wie das jetzt ein Psychologe bewerten würde, ist mir eigentlich auch egal, aber es sagt bestimmt irgendwas aus. Ich weiß nicht ob meine Eltern sich die alten Bilder anschauen als ich ein Baby war oder den Urlaub an der Französischen Riviera oder unsere Rundreisen durch die Vereinigten Staaten, ich schau Sie mir immer wieder gerne an, wenn ich mal zuhause bei meinen Eltern bin. Ich bin sehr gespannt wie Philipp auf meine Kinder und Jugendbilder reagiert und wie er später auf seine Baby- und Kinderbilder reagiert. Damit wären wir auch schon bei dem was Bilder sind, es sind für die meisten Erinnerungen. Erinnerungen die wir festhalten wollen oder auch festhalten müssen.

 Aus der Anfänglichen Begeisterung wurde schnelle eine Passion.

Zu meiner Konfirmation habe ich meine erste richtige Kamera bekommen. Eine Canon EOS 1000 mit irgendeinem 27-70 mm Objektiv. Dazu habe ich mir ein Teleobjektiv von, ich glaube Sigma war es, zusammengespart. Ja ich weiß eine super Zusammensetzung. Die ersten Bilder waren halt einfach Bilder. Ein bisschen nervig war, dass es damals keine Digitalkameras gab. Den Filme waren für einen Schüler schon sehr teuer, dazu noch die teure Entwicklung. Selbst die Filme Entwickelt habe ich erst während meiner Ausbildung. Da war das bisschen Taschengeld das ich damals bekommen hatte schnell weg. Ich bin mit Block und Stift losgezogen und mir Blende und Zeit aufgeschrieben. Ich habe Bücher gelesen und bei Bildern bekannten Fotografen mir deren Techniken abgeschaut. Dass alles analysiert und mich mit jedem Film den ich durch die Kamera zog ein klein wenig verbessert. Es war eine tolle Zeit, gerade die Bilder in den Vereinigten Staaten und in Südafrika haben unendlich viel Spaß gemacht. Die Südafrika Bilder waren auch die ersten Bilder die wirklich gut geworden sind, zwei Bilder hängen heute noch in unserer Wohnung. Irgendwann kam dann eine gebrauchte Olympus C-XL 1400 dazu. Damals so um die Jahrtausendwende die vielleicht kompletteste Digitalkamera. Ich hatte zu dieser Zeit einen anderen Blog und ich habe viel über neue Digitalkameras geschrieben, nur meine privaten Urlaubsbilder habe ich auch damals noch mit einer Leica R4 + 50mm 2,0 glaube ich, und mit der Contax RTS geschossen. Je nach Lust und Laune habe ich die Kameras gewechselt.

Lodge in der kleinen Karoo Fuji Velvia 50 Leica R4 Summicron 50mm

Termiten Hügel , Addo Elephant Park, Fuji Sensia 100 Contax RTS 50mm

Zwar habe ich während meiner Ausbildung auch im Studio fotografiert, wer es wissen will mit einer Contax 645 Mittelformat Kamera, doch begeistert hat mich das nicht. Liegt auch daran das ich ein bisschen schief schaue, ja ich habe einen Knick in der Optik 🙂 und die Bilder immer schiefer wurden. Das ist auch der Grund warum ich keine Passbilder mache. Sie werden einfach immer schief.

Ich habe mich sehr schnell auf Landschaftsfotografie, Reisefotografie und Tierfotografie gestützt. Mittlerweile ist noch Makrofotografie und ein bisschen Streetfotografie dazu gekommen und ich lerne immer noch bei fast jedem Foto dazu. Das ist ja das Tolle beim Fotografieren, das ich immer weiter lernen kann. Es gibt nie ein Ende auch wenn Ihr mal keine große Motivation habt geht raus und fotografieren, die Motivation kommt von alleine wieder, manchmal braucht Ihr auch nur ein neues Spielzeug und es kann wieder losgehen oder so wie ich es mache, einfach mal wieder analog fotografieren und dabei wieder an das wesentliche erinnert werden. Mit dem wesentlichen meine ich, vergesst Likes, Follower und Geld und was weiß ich noch alles, kein Mensch fährt Ski (Schi) um wieder am Lift zu stehen, es geht ums fotografieren und genau das ist der wichtigste Punkt den ich lernen musste. Dazu aber in einem anderen Blogbeitrag mehr.

Sonnenuntergang Sony A7 II ,Zeiss Batis 25mm f2 mit Haida 0.9 Verlaufsfilter

Euer 

Jens 

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